Bereichernde Ideen
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Schule soll kein Wettkampf sein, sondern ein Miteinander

Das gnadenlose Rennen

 

Sommer, Sonne … und ein Kinder-Fahrzeugpark, der uns vom Freibad trennt… 

„Mama, es gibt sogar Ampeln und eine aufgemalte Straße!“ Mein Sohn braust los und setzt sich auf eines der unzähligen Fahrzeuge, welches auf dem riesigen Platz mit gefühlten hundert Kindern steht. Alles wuselt durcheinander, die Kinder geben mit ihren Bobby-Cars, Dreirädern und Gokarts Vollgas. 

Zu meinem Glück finde ich schattiges Plätzchen und bestelle freudig Eiskaffee. Wie wunderbar! Zufrieden schaue ich dem bunten Treiben zu. Jetzt kann das Freibad warten…

Die Kinder beschließen ein Rennen zu veranstalten. „Auf die Plätze – Fertig -Los!“ rief ein Junge. Die kleinen Rennfahrer starten mit wilden Motorengeräuschen. Es wird gedrängt und auch ein bisschen gefault, denn jeder will Erster werden. Einige Eltern feuern ihre Söhne und Töchter tatkräftig an. 

Mein Kind steht nun abseits mit seinem roten Bobby-Car. Er und einige andere „Rennen-Verweigerer“ wurden vom Platz verwiesen. Er beobachtet das Spektakel aus der Ferne.


Drei Runden sollen gefahren werden. Kurze Zeit nach dem Start knallen zwei Rennfahrer zusammen. Puh, keiner ist verletzt. Einer davon schubst den anderen, weil ihm der Unfall seinen Vorsprung kostete. Die meisten Kinder haben einen verbissenen Gesichtsausdruck.

Sie wollen gewinnen.

Erster sein.

Der oder die Beste von allen sein!

Am Ende des Rennens wird ausgiebig diskutiert, welches Kind nun als erstes über die Ziel-Linie gerollt ist. Das größere Kind setzt sich durch und feiert gebührend seinen Sieg. Von seiner Mama erhält er ein Sieger-Eis. 

Alle anderen Kinder sind ganz und gar nicht in Feierlaune. Ein Bobbycar-Fahrer und eine Roller-Fahrerin wollen eine sofortige Wiederholung vom Rennen. Ein Kind wirft seinen Roller wutentbrannt auf den Boden. Das Kind daneben weint bitterlich und meint, dass es nie wieder ein Rennen fährt. 

 

Miteinander 

Mein Herzensglückskind findet einen krummen Ast. Er wackelt damit ausgiebig in der Luft und freut sich über den gefundenen Schatz.  Ein blondes Mädchen fährt mit ihrem Fahrzeug vor und fragt, ob er ihren Roller damit auftanken könne. Er überlegt kurz und meint mit einem Lächeln: „Aber, gerne!“

 

Er zielt kurz an und dockt am Reifen des Rollers an, dabei murmelt er: „Gluck, gluck, gluck…“ Danach zwinkert ihm das Mädchen und sagt „Danke, bis zum nächsten Mal!“. 

Die anderen Kinder schauen neugierig zu. Es bildet sich innerhalb von Sekunden eine lange Schlange vor der neuen Tankstelle. Jeder hat plötzlich einen leeren Tank. Ein Junge drängt sich vor und besteht auf einen vollen Tank. Doch bevor sich jemand deswegen entrüsten konnte, ruft ein Junge am anderen Ende des Platzes: „Wer braucht neue Reifen?“ Er nimmt einen imaginären Reifen in die Hand und hält ihn in die Luft. 

Ein Teil der Kinder düst los, um sich einen Reifenwechsel zu gönnen. Kurze Zeit später fegen die Fahrer mit einem vollen Tank und teilweise mit neuen Reifen die Straßen entlang. Ein Dreirad-Fahrer und eine Bobbycar-Fahrerin stoßen zusammen. Da ruft ein Kind: „Wo bleibt die Rettung?“

Zwei Mädchen nehmen den Job an und retten die Fahrer aus ihren Fahrzeugen. Mit einem lauten „Tatütataaaaa!“ werden die „Unfallopfer“ ins imaginäre Krankenhaus gebracht. Auf der Wiese befinden sich die Krankenbetten. Die „Wunden“ werden mit Blättern und Gras versorgt. So können sie bald wieder in ihre Fahrzeuge steigen.

Doch Halt, es wird ja noch eine Polizei benötigt, damit keine Unfälle mehr passieren…

Mein Sohn ist schwer begeistert von seinem neuen Job als Tankwart und auch die anderen Kinder sind jetzt alle Gewinner. 🙂

 

Schule? 

Mich erinnert dieses Erlebnis ein bisschen an das gängige Schulsystem. Das „Höher, Besser, Weiter.“ Das Aufteilen in Gewinner und Verlierer. Und das Messen der individuellen Fähigkeiten an einer bestimmten Tätigkeit, in diesem Fall: Am Rennen. (Natürlich gibt es auch Ausnahmen.) 

Die Wendung wäre die Metapher für reformpädagogische Schulmodelle. Jedes Kind darf seine individuellen Fähigkeiten entfalten. Sie werden untereinander nicht ausgespielt und auch nicht aneinander gemessen, weil jedes Kind einzigartig ist. Ein Miteinander wird gelebt. 

Aida vom Blog Elternmorphose gründet in Berlin eine solche wunderbare Schule  (http://apego-schule.de).
Sie braucht dringend finanzielle Unterstützung, falls ihr ein paar Euro übrig habt <3  https://www.startnext.com/apego-schule-berlin

Ich meine, solche Schulmodelle bringen ganz viel Frieden in die Welt <3

Alles Liebe 
Andrea

Hast du die Verbindung zu deinem Kind verloren? 
Überschwemmt dich oft die Wut? 
Wünschst du dir, dass du dich und dein Kind besser verstehst? 

 

Holger und ich begleiten dich in eine tiefe Verbindung zu deinem Kind:

 

In deiner Woche 1:
Du entdeckst die Welt der Wut. Je mehr Kraft wir aufbringen um die Wut loszuwerden, um so mehr wird sie wachsen. Kurzfristig können wir sie durch wegdrücken kontrollieren, doch langfristig wird sie immer stärker. Was will deine Wut dir sagen? Entdecke sie und tauche in ihre Kraft ein.
 
In deiner Woche 2:
Du lernst Methoden und Sichtweisen kennen, die jene Gedanken identifizieren und hinterfragen, die dein Leiden verursachen. Die Lösung liegt außerhalb des Rahmens. Springe leicht aus der Komfortzone deiner Gedanken heraus und erforsche die Vielfalt der Möglichkeiten. Du beginnst, die Realität, deine Mitmenschen und dich selbst mit anderen Augen zu sehen.
 
In deiner Woche 3:
Erkenne deine unerfüllten Bedürfnisse und sorge für dich. Du findest Antworten auf die Fragen: Wie kann ich mir meine Bedürfnisse erfüllen? Wie kann ich mir Raum für mich schaffen? Wieso profitiert mein Kind bzw. meine Familie davon, wenn ich Zeit für mich habe. 
 
In deiner Woche 4:
Tauche in die wunderbare bunte Welt der Kinder ein. Du lernst die  Gedankengänge deines Kindes zu sehen, zu verstehen und die Bedürfnisse dahinter mit deinen zu verknüpfen. Die Basis für echte Begegnung und wundervolle Beziehung.

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Ich bin glückliche Mama eines Sohnes. Kaffee und Kuchen, Querdenken, sowie kitschige Liebesfilme gehören zu meinen Leidenschaften. Mein Herz schlägt für eine gleichwürdige Beziehung zwischen Eltern und Kindern.

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