Alle Artikel in: Bereichernde Ideen

Räumt dein Kind freiwillig auf?

Räumt dein Kind freiwillig auf?

Ich will Ordnung!   Das Wohnzimmer gleicht einem Schlachtfeld. Mein Herzensglückskind verbrachte (im vorher picobello aufgeräumten Raum) nur kurze 15 Minuten.   Erstaunlich, was sich in dieser kurzen Zeit machen lässt. Es liegen gefühlt, alle Spielsachen am Boden. Ich mache einen Schritt vorwärts und werde sofort von den Krallen eines Dinos gepiekst.  Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich nun in einen Wutteufel verwandeln soll oder mich in die Opferrolle plumsen lassen.  Ich entscheide mich für eine Mischung … ein Wutopfer! Verdammte Sch…, warum muss ich immer alles aufräumen !!??!! Bin ich hier der Trottel für alles? Ich bin es so leid, allen alles hinterherräumen zu müssen. Ich könnte ausrasten, wenn meine mühselige Arbeit in nullkommanix wieder zunichte gemacht wird. Am liebsten würde ich das ganze blöde Spielzeug in die Tonne kippen. Es ist sowieso viel zu viel Zeugs in der Wohnung. Grrrrrrr!  Mein innerer Dialog läuft auf Hochtouren. Und ich komme zum Schluss: ICH HASSE AUFRÄUMEN, ICH HASSE ES!   So weit, so gut.  Nach dem ich den Großteil von meinem Frust in …

Schule

Schule soll kein Wettkampf sein, sondern ein Miteinander

Das gnadenlose Rennen   Sommer, Sonne … und ein Kinder-Fahrzeugpark, der uns vom Freibad trennt…  „Mama, es gibt sogar Ampeln und eine aufgemalte Straße!“ Mein Sohn braust los und setzt sich auf eines der unzähligen Fahrzeuge, welches auf dem riesigen Platz mit gefühlten hundert Kindern steht. Alles wuselt durcheinander, die Kinder geben mit ihren Bobby-Cars, Dreirädern und Gokarts Vollgas.  Zu meinem Glück finde ich schattiges Plätzchen und bestelle freudig Eiskaffee. Wie wunderbar! Zufrieden schaue ich dem bunten Treiben zu. Jetzt kann das Freibad warten… Die Kinder beschließen ein Rennen zu veranstalten. „Auf die Plätze – Fertig -Los!“ rief ein Junge. Die kleinen Rennfahrer starten mit wilden Motorengeräuschen. Es wird gedrängt und auch ein bisschen gefault, denn jeder will Erster werden. Einige Eltern feuern ihre Söhne und Töchter tatkräftig an.  Mein Kind steht nun abseits mit seinem roten Bobby-Car. Er und einige andere „Rennen-Verweigerer“ wurden vom Platz verwiesen. Er beobachtet das Spektakel aus der Ferne.

Bindungsspiele

Spiel mit mir! – Bindungsspiele können bei Ängsten, Wut, Konflikten und bei Anspannung helfen!

Bindungsspiele (Aletha J. Solter beschreibt die folgenden Bindungsspiele in ihrem Buch „Spielen schafft Nähe – Nähe löst Konflikte“) Diese sind von Geburt bis ca. zum zwölften Lebensjahr spielbar. Wenn Kinder einen anstrengenden Tag hatten, sagen sie nicht:  „Puh, ich hatte heute einen echt harten Tag. Lass uns darüber reden!“ Statt dessen sagen sie  „Spiel mit mir!“. Mithilfe von Bindungsspielen, können Kinder Ängste und Anspannungen lösen, sie helfen ihnen belastende Erlebnisse zu verarbeiten sie stillen ihr Bedürfnisse nach Bindung und stärken das Gefühl geliebt zu werden.   Wir spielen intuitiv mit unserem Baby „Guck-Guck“, ahmen seine Lautsprache nach, oder pusten in seinen Bauchnabel. Diese täglichen Interaktionen tragen dazu bei, dass unser Kind Selbstbewusstsein, Vertrauen, sowie ein Gefühl der Sicherheit und Lebensfreude entwickelt. Wenn wir dabei einfühlsam und dem Kind zugewandt sind, lernen sie, mit uns zu kommunizieren und eine stabile Beziehung zu uns aufzubauen. Wenn wir auch mit unseren Kleinkindern (auf ihr Alter angepasste) Bindungsspiele praktizieren, werden wir sehen wie fruchtbar und bereichernd diese sind. Wenn wir genau darauf achten, inszeniert unser Kind die sogenannten Bindungsspiele tagtäglich. Mein …

Powerspiele

Ein besonderes Spiel als Unterstützung   Mein Herzensglückskind (3,5 Jahre) macht an manchen Tagen scheinbar absichtlich Dinge die ich nicht will. Um ehrlich zu sein, war und ist es für mich sehr schwer dabei ruhig zu bleiben. Sehr oft riss er sich in der Stadt los und lief davon, ohne ein bestimmtes Ziel zu haben, mein Herz rutschte mir jedes mal in die Hose. Danach erzählte ich ihm von meiner Angst, er zeigte zwar Verständnis, doch am nächsten Tag begann das Spiel von neuem. Es gab noch viele andere ähnliche Situationen. Ich fühlte mich hilflos und wütend gleichzeitig. Natürlich gibt es auch andere Gründe warum unsere Kinder sich so verhalten, es können auch andere Bedürfnisse dahinter stecken. Ich finde es wichtig solche Verhaltensmuster zu hinterfragen und zu reflektieren, also mit dem Kind darüber zu sprechen um so gemeinsam herauszufinden wozu es dieses Verhalten braucht. Bei uns ging es jedenfalls um Macht (Es geht nicht um „Machtausübung“, sondern um das Gefühl, über seinen Körper und sein Leben selbst bestimmen zu können, sie nennt es im englischen …