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Adultismus

Kinder sind Menschen – Wider dem Adultismus

“Ich kann doch nicht überall Ja sagen, sonst lernt meine Frau nie mit Enttäuschungen zurechtzukommen.” “Meine Frau darf heute Abend ihre Lieblingsserie nicht ansehen, sie hat ja den Geschirrspüler nicht eingeräumt, wo kämen wir denn da hin?” “Nein, ich leihe meiner Frau kein Geld für ein Eis, sie hatte heute schon genug Süßigkeiten! Sie weiß einfach nicht, wann es genug ist.” “Meine Frau ist heute echt zu zickig, ich muss ihr jetzt Grenzen setzten, sonst lernt sie es ja nie!” “Abends sperre ich meine Frau ins Schlafzimmer, sie muss endlich lernen alleine einzuschlafen. Wenn sie weint, ist es so hart für mich, aber ich halte durch. Es ist nur zu ihrem Besten” “Meine Frau übernachtet nächstes Jahr in einem Hotel, da muss sie alleine schlafen. Damit sie es lernt, darf sie nicht im Ehebett schlafen.” “Einen Teil der Sachen meiner Frau habe ich weggeworfen, ich will mehr Minimalismus leben.” “Wenn meine Frau weint, unterbinde ich das sofort. Sie will damit nur erreichen, dass ich nachgebe.” “Meine Frau bekommt im Bus natürlich keinen eigenen Sitzplatz, das …

Hände waschen ist nicht schwer

Hände waschen ist nicht schwer?

Ich bestimme über meinen Körper!   Wasch dir sofort die Hände, sonst … Das Kind zu zwingen, sich die Hände zu waschen, ist für die Beziehung zum Kind nicht besonders förderlich. Außerdem lernt es so, dass andere über seinen Körper bestimmen dürfen. Dies gilt auch für Haare waschen, Baden, usw. Wir kennen alle Menschen, die sich, nach dem sie auf dem Klo waren, NICHT die Hände waschen. Wenn das unser Partner machen würde, würden wir ihn dann ins Bad schleifen und ihn zwingen sich die Hände zu waschen? Sicher nicht. Woher nehmen wir das Recht, dies bei unserem Kind zu tun? Kinder haben anfangs keine Ahnung, wozu dieses Händewaschen gut sein soll (ganz besonders, wenn sie nicht ersichtlich schmutzig sind), erst wenn es für sie Sinn ergibt, dann machen sie es auch. Klar, kann ich daran erinnern “Komm mit, wir gehen Händewaschen.” Doch dem Kind zu drohen oder es hoch zu heben und ihm gegen seinen Willen die Hände zu waschen, ist so respektlos. Drohungen, Erpressungen und das Kind zu etwas zwingen, ist in jeder …

Danke

Da sagt man, DANKE !

  Wie sagt man da?   Mein Sohn (damals 2,5 Jahre alt) nimmt das Bonbon, welches ihm die Supermarkt-Kassiererin vor die Nase hält. “Na, wie sagt man da?” fragt sie die berühmte Preisfrage. Er dreht sich sofort zu mir und versteckt sein Gesicht, indem er es in meiner Jacke vergräbt. Ich sage zur Verkäuferin: “Danke für das Bonbon!” Sie zieht ärgerlich die Augenbraue hoch und zischt: ” Diese Kinder heutzutage haben überhaupt keinen Anstand mehr. Ist es denn so schwer sich zu bedanken?”   Dankbarkeit   Viele Menschen denken immer noch, dass durch die Frage “Wie heißt das Zauberwort?” plötzlich Dankbarkeit im Kind entsteht. „Hokuspokus!“ ist die einzige sinnvolle Antwort auf so eine Frage. “Dankbarkeit ist ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird.” (Wikipedia)   Kann eine Haltung oder gar ein Gefühl durch Zwang entstehen?   Wir können getrost aufhören, dem Kind „Dankbarkeit“ beizubringen, denn dies ist gar nicht möglich und auch gar nicht nötig. Denn in unseren Kindern ist alles angelegt, …

Abstillen in 4 Phasen

Muttermilch – Der Zaubertrank Die Nähr- und Inhaltsstoffe in der Muttermilch passen sich der Entwicklung unserer Kinder in jeder Phase an. Muttermilch schützt vor Infektionen und Krankheiten. Darüber hinaus wirkt das Saugen beruhigend auf das Kind – meist auch auf die Mama. Durch das Stillen wird das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet, welches den Blutdruck vermindert und uns entspannter macht. Dieses Hormon bewirkt auch, dass wir uns stärker an unser Kind binden. Zudem decken unsere Kinder (im 2. Jahr) aus der Muttermilch ihren Eiweißbedarf zu 38%; Vitamin A zu 100 %, Vitamin C zu 95 %, Niacin zu 41 %, Riboflavin zu 21 %, Folsäure zu 26 %, Kalium zu 44 %, Eisen zu 50 %. Abstillen Das biologische Abstillalter liegt, laut verschiedenen Berechnungen der amerikanischen Anthropologin Katherine Dettwyler, bei mindestens 2,3 Jahren bis maximal 7 Jahren. Gesunde Kinder behalten ihren Sauginstinkt bis zum Alter von 4 – 7 Jahren. Was wir als Langzeitstillen betrachten, ist in vielen Kulturen die Norm und entspricht dem, was Kinder aus biologischer Sicht „erwarten“. All diese Informationen lassen die Aussage “WAS, du stillst noch?!” ganz …

nicht trösten

Kinder brauchen keinen Trost, sondern etwas viel Wichtigeres!

Miteinander statt gegeneinander! Wieso arbeiten wir sooft gegen unser Kind, statt mit ihm?   Wir denken oft, dass unser Kind immer glücklich sein soll. Kann ein Mensch denn immer nur glücklich sein? Wäre es nicht besser, wenn wir unseren Kindern helfen, mit ihren unangenehmen Gefühlen umzugehen? Wenn wir unsere Energie nicht darauf verschwenden, unser Kind von seinem Leid abzulenken, dann könnten wir das unangenehme Gefühl des Kindes besser annehmen und es gemeinsam mit ihm durchstehen. So erlebt das Kind, dass alle unangenehmen Gefühle ein Ende haben und dass sie es unbeschadet überstehen können. Meist sind es wir, die die Wut oder die Traurigkeit unseres Kindes nicht aushalten können/wollen. Wir trösten, weil wir wollen dass das Kind aufhört traurig oder wütend zu sein. 

Familienspiegeln

Imago mit Kindern “Familienspiegeln” (Teil 2)

Im ersten Teil habe ich über den Imago-Dialog mit Kindern berichtet: Der Imago-Dialog mit Kindern Was ist Imago-Spiegeln? Dein Gegenüber spricht, du hörst aufmerksam zu und wiederholst was du gehört hast, ohne deine eigene Meinungen zu ergänzen, ohne Vorurteile zu haben, ohne zu wissen wie es sein sollte. Nichts weglassen, nichts hinzufügen.   Heute darf ich euch ein Interview mit Florian Bösel präsentieren. Er ist Coach und unterstützt Familien beim Familienspiegeln.

LIebster Award

„Liebster-Award“ – ich bin dabei!

Wie schön, diese Woche wurde mein Blog für den „Liebster-Award“ nominiert! Ich freue mich! 🙂 Nominiert, wurde ich von Manuela mit ihrem Blog http://www.kidsaholic.at Vielen lieben Dank, Manuela! Gerne beantworte ich ihre 11 Fragen: Wie ist der Name Deines Blogs entstanden, und wie lange hast Du dafür gebraucht? Mein Sohn hat irgendwann angefangen “Herzensglück” zu mir zu sagen. Als ich ihn fragte, was das für ihn bedeutet, sagte er: “Dass ich dich immer, immer lieb hab!”. Diese süße Liebeserklärung habe ich zu einem Teil meines Blognamens gemacht. Ich hab mich sehr spontan entschieden zu bloggen, der Name ist mir spät nachts im Bett eingefallen.