Autor: Andrea

Räumt dein Kind freiwillig auf?

Räumt dein Kind freiwillig auf?

Ich will Ordnung!   Das Wohnzimmer gleicht einem Schlachtfeld. Mein Herzensglückskind verbrachte (im vorher picobello aufgeräumten Raum) nur kurze 15 Minuten.   Erstaunlich, was sich in dieser kurzen Zeit machen lässt. Es liegen gefühlt, alle Spielsachen am Boden. Ich mache einen Schritt vorwärts und werde sofort von den Krallen eines Dinos gepiekst.  Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich nun in einen Wutteufel verwandeln soll oder mich in die Opferrolle plumsen lassen.  Ich entscheide mich für eine Mischung … ein Wutopfer! Verdammte Sch…, warum muss ich immer alles aufräumen !!??!! Bin ich hier der Trottel für alles? Ich bin es so leid, allen alles hinterherräumen zu müssen. Ich könnte ausrasten, wenn meine mühselige Arbeit in nullkommanix wieder zunichte gemacht wird. Am liebsten würde ich das ganze blöde Spielzeug in die Tonne kippen. Es ist sowieso viel zu viel Zeugs in der Wohnung. Grrrrrrr!  Mein innerer Dialog läuft auf Hochtouren. Und ich komme zum Schluss: ICH HASSE AUFRÄUMEN, ICH HASSE ES!   So weit, so gut.  Nach dem ich den Großteil von meinem Frust in …

Schule

Schule soll kein Wettkampf sein, sondern ein Miteinander

Das gnadenlose Rennen   Sommer, Sonne … und ein Kinder-Fahrzeugpark, der uns vom Freibad trennt…  „Mama, es gibt sogar Ampeln und eine aufgemalte Straße!“ Mein Sohn braust los und setzt sich auf eines der unzähligen Fahrzeuge, welches auf dem riesigen Platz mit gefühlten hundert Kindern steht. Alles wuselt durcheinander, die Kinder geben mit ihren Bobby-Cars, Dreirädern und Gokarts Vollgas.  Zu meinem Glück finde ich schattiges Plätzchen und bestelle freudig Eiskaffee. Wie wunderbar! Zufrieden schaue ich dem bunten Treiben zu. Jetzt kann das Freibad warten… Die Kinder beschließen ein Rennen zu veranstalten. „Auf die Plätze – Fertig -Los!“ rief ein Junge. Die kleinen Rennfahrer starten mit wilden Motorengeräuschen. Es wird gedrängt und auch ein bisschen gefault, denn jeder will Erster werden. Einige Eltern feuern ihre Söhne und Töchter tatkräftig an.  Mein Kind steht nun abseits mit seinem roten Bobby-Car. Er und einige andere „Rennen-Verweigerer“ wurden vom Platz verwiesen. Er beobachtet das Spektakel aus der Ferne.

Zeige dich verletzlich

Zeig dich verletzlich – So gelingt die Beziehung zu deinem Kind

Achtäugiges Monsterkind?   Mein Herzensglückskind kommt mit einem riesengroßen Dinosaurier um die Ecke gehuscht. Freudestrahlend sagt er: „Mama, der Dinosaurier ist der aller-coolste, den ich je gesehen hab. Den will haben!“ Auf dem Preiszettel, welcher dem monströsem Tierchen um den Hals hängt steht: „nur 199,90 EUR“. Puh, das ist kein Schnäppchen. Mein Sohn will schon zur Kasse des Spielzeugladens stapfen. Ich denke an unseren sehr niedrigen Kontostand. Es kamen mehrere Zahlungen zusammen, der Sommerurlaub muss auch noch bezahlt werden. Ich stelle mir im Geiste vor, wie laut der Protest meines Kindes sein wird, wenn ich ihm seinen sehnlichen Wunsch verwehre. Mein Kind gibt dem lebensgroßen Dinosaurier inzwischen einen Kuss und drückt ihn fest an sich. Mist.  Wenn ich mich in etwas verliebe, dann will ich es auch haben. Als ich vor ein paar Monaten im Schmuckladen zufällig DIE perfekte Kette für mich fand, gab es kein Halten für mich. Nein, ich konnte nicht bis zu meinem Geburtstag oder gar bis Weihnachten warten. Ich wollte die Kette und zwar SOFORT!  Doch da bricht das Mitgefühl für mein …

Mein Kind will nicht heimgehen

Mein Kind will nicht heimgehen

Nein, ich will noch hier bleiben! (Das Kind will nicht heimgehen)   An einem sonnigen Nachmittag auf einem Kinderspielplatz… „Ich zähle bis 10! Dann kommst du da runter und wir gehen!“ kreischt eine Mama, welche ihr Kind mit diesen Worten zum Gehen bewegen will. „Zähl lieber bis hundert.“ denke ich still vor mich hin. „Wenn du nicht sofort herkommst, dann kriegst du nachher eben kein Eis!“ sagt ein Papa mit grimmiger Miene zu seiner zuckersüßen Tochter. „Voll gemein!“ flutscht es aus mir heraus. Der Papa schaut mich verwirrt an, schüttelt den Kopf und geht. „Komm jetzt endlich oder willst du mich traurig machen?“ sagt eine Mama mit leidendem Gesicht zu ihrem Sohn. Ich schaue hoch (sitze gerade am Boden, weil mein Sohn meine Füße im Sand eingräbt) und sage „Ich denke, er will nur spielen.“   Unverhofft kommt oft (Mein Kind will nicht heimgehen) Einen Tag später sitze ich vollkommen verzweifelt am Beckenrand des Thermenschwimmbeckens. In diesem Moment bin ICH stark versucht, bis zehn zu zählen oder eine fiese Erpressung auszusprechen. Denn ich fühle zunehmend hilfloser. …

kindliche Rache

Kindliche Rache

  Kindliche Rache   Dein Kind wirft (für dich) wertvolle Gegenstände „extra“ an die Wand oder zu Boden? Dein Kind malt „extra“ die Wand an? Dein Kind sagt „extra“ bestimmte Wörter zu dir, die dich triggern? Dein Kind läuft „extra“ davon? Je mehr du „Nein“ rufst, desto mehr macht es jene Sachen, die du nicht willst?   Wenn KEIN anderes Bedürfnis dahintersteckt, wie Spiel, Forschen usw. UND davor ein Konflikt passierte, dann könnte es sich dabei um kindliche Rache handeln! Schau ganz genau hin! – Was ist kurz davor passiert?   Hattet ihr davor einen Konflikt? Fühlte sich dein Kind dabei machtlos, hilflos, gekränkt oder sogar ohnmächtig? Dann könnte es „kindliche Rache“ sein. Kindliche Rache wird von Kindern wahrscheinlich unbewusst „angewandt“, weil sie ihre Gefühle noch nicht wirklich mit Worten ausdrücken können. Ich denke, so ruft das Kind mit seiner „Tat“ ähnliche Gefühle in uns hervor, welche es selbst im Konflikt davor fühlte, um sie uns zu zeigen.

Hände waschen ist nicht schwer

Händewaschen ist nicht schwer?

Ich bestimme über meinen Körper!   Wasch dir sofort die Hände, sonst … Das Kind zu zwingen, sich die Hände zu waschen, ist für die Beziehung zum Kind nicht besonders förderlich. Außerdem lernt es so, dass andere über seinen Körper bestimmen dürfen. Dies gilt auch für Haare waschen, Baden, usw. Wir kennen alle Menschen, die sich, nach dem sie auf dem Klo waren, NICHT die Hände waschen. Wenn das unser Partner machen würde, würden wir ihn dann ins Bad schleifen und ihn zwingen sich die Hände zu waschen? Sicher nicht. Woher nehmen wir das Recht, dies bei unserem Kind zu tun? Kinder haben anfangs keine Ahnung, wozu dieses Händewaschen gut sein soll (ganz besonders, wenn sie nicht ersichtlich schmutzig sind), erst wenn es für sie Sinn ergibt, dann machen sie es auch. Klar, kann ich daran erinnern „Komm mit, wir gehen Händewaschen.“ Doch dem Kind zu drohen oder es hoch zu heben und ihm gegen seinen Willen die Hände zu waschen, ist so respektlos. Drohungen, Erpressungen und das Kind zu etwas zwingen, ist in jeder …

Danke

Da sagt man, DANKE !

  Wie sagt man da?   Mein Sohn (damals 2,5 Jahre alt) nimmt das Bonbon, welches ihm die Supermarkt-Kassiererin vor die Nase hält. „Na, wie sagt man da?“ fragt sie die berühmte Preisfrage. Er dreht sich sofort zu mir und versteckt sein Gesicht, indem er es in meiner Jacke vergräbt. Ich sage zur Verkäuferin: „Danke für das Bonbon!“ Sie zieht ärgerlich die Augenbraue hoch und zischt: “ Diese Kinder heutzutage haben überhaupt keinen Anstand mehr. Ist es denn so schwer sich zu bedanken?“   Dankbarkeit   Viele Menschen denken immer noch, dass durch die Frage „Wie heißt das Zauberwort?“ plötzlich Dankbarkeit im Kind entsteht. „Hokuspokus!“ ist die einzige sinnvolle Antwort auf so eine Frage. „Dankbarkeit ist ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung, die man erhalten hat oder erhalten wird.“ (Wikipedia)   Kann eine Haltung oder gar ein Gefühl durch Zwang entstehen?   Wir können getrost aufhören, dem Kind „Dankbarkeit“ beizubringen, denn dies ist gar nicht möglich und auch gar nicht nötig. Denn in unseren Kindern ist alles angelegt, …

Anfängergeist

Wie der Anfängergeist dir hilft, in die Gegenwart zu kommen

Anleitung zum Unglücklichsein   „Schubs mich nochmal an, Mama!“ ruft mein Sohn quietschvergnügt. Ich überlege gerade, was ich heute kochen soll. Nein, ich koche nicht besonders gerne. Mein Mann und mein Kind sind noch dazu nicht gerade leicht zufriedenzustellen. Mal überlegen, Spaghetti Bolognese? … nein, das hatten wir erst vor zwei Tagen … Mohnnudeln? … Hm, etwas gesündere Kost würde uns nicht schaden … Ah, ich hab´s: Gemüseauflauf! … Hm, da bräuchte ich noch ein paar Kartoffeln. Mist, der Laden um die Ecke schließt in 10 Minuten! Wie mache ich jetzt meinem Kind klar, dass wir jetzt sofort gehen und wir nicht (wie versprochen) noch eine viertel Stunde, hier auf dem Spielplatz bleiben? Das gibt bestimmt ein riesen Theater. In letzter Zeit habe ich sowieso das Gefühl, dass ich mich ganz schön oft nach meinem Kind richte. Mein Sohn verweigert sich jetzt bestimmt total, wenn ich ihm meine Pläne eröffne. Ich hasse es, wenn ich ihn zu etwas überreden muss. Wenn ich ihm meine Pläne ankündige, schreit er bestimmt die ganze Stadt zusammen und alle denken, …

Eltern-Meditationsreise

Ich habe keine Zeit für mich! – oder doch?

Keine Vergangenheit, keine Zukunft … kein Problem.   „Man braucht ein Dorf um ein Kind groß zu ziehen“, wie habe ich diesen Spruch gehasst! Warum? Ich hatte einfach kein Dorf. Damals lebten wir 800 km von meinem ursprünglichen Heimatort entfernt. Mein Sohn war gerade 2 Jahre alt, ich kannte dort keine Menschenseele. Mein Mann arbeitete von früh bis spät. Es gab tagsüber nur mich und mein Kind. Keine Oma, die mir eine Pause verschaffen konnte. Keine Tante, welche es mir ermöglichte durchzuatmen. Ich sehnte mich manchmal schon nach dem Aufstehen danach, dass es endlich Abend wird. Damit ich endlich Zeit für mich und meinen Partner habe. Doch oft holte mich genau dann die Müdigkeit ein und schickte mich früh ins Bett. Ich verbrachte viel Zeit damit, deshalb in einem Meer voller Selbstmitleid zu ertrinken. Mein Fokus richtete sich stets auf den scheinbaren Mangel an „Zeit für mich“. Meine Überzeugung war, dass ich tagsüber nicht wirklich, ich sein kann. Denn ich musste mich um mein Kind kümmern, eben Mama sein. Stets dachte ich wehmütig „Ich habe keine …

schleife

Gastbeitrag – Kinder mit Behinderung brauchen Erziehung! – Oder doch nicht?

  Gastbeitrag von Steven B.   Heute habe ich etwas ganz Besonderes für euch. Ein Papa, eines wunderbaren Jungen mit besonderen Bedürfnissen, schreibt tief berührend über seine Erfahrungen. Ich bin so glücklich, dass er uns an seinem Leben teilhaben lässt. Als ich seine Worte las, standen mir die Tränen in den Augen. Denn Steven hat sich für die Liebe und gegen die Angst entschieden, sein Mut und seine Stärke berühren mein Herz so tief. Steven, es erfüllt mich mit Dankbarkeit und Freude, dass du mir diesen Herzens-Text geschenkt hast! DANKE <3 Andrea Kinder mit Behinderung brauchen Erziehung! – Oder doch nicht?   Als ich das Angebot von Andrea bekam, auf ihrem Blog schreiben zu dürfen, war ich aufgeregt, überwältigt, voller Wärme und Freude. Ich habe lange hin und her überlegt, über welches Thema ich schreiben möchte und entschied mich für das Thema „Behinderung“. Dies kommt zustande, da ich Papa eines behinderten Jungen bin, der 2013 nach einer wundervollen Schwangerschaft den Weg zu uns in die Familie fand und uns zu überglücklichen Eltern machte. Leider hielt …

wirft dein Kind Dinge

Wirft dein Kind Dinge auf den Boden?

  Jedes Verhalten unseres Kindes ist eine Strategie, um sich ein menschliches Bedürfnis zu erfüllen. Wirklich jedes? Ja. Ich nehme es gleich vorweg: NEIN, jemandem anderen weh zu tun oder jemanden zu ärgern ist KEIN menschliches Bedürfnis.   Es gibt viele Strategien um ein unerfülltes Bedürfnis zu stillen. Doch anstatt nach neuen Strategien für das Kind zu suchen, zetteln viele einen unnötigen Kampf gegen das Kind an. So oft lese ich auf Facebook, dass sich Eltern angegriffen fühlen, weil das Kind (ab einem bestimmten Alter) bewusst Dinge auf den Boden fallen lässt oder sie wirft. Nochmals: Nein, es gibt kein Bedürfnis „Mama (Papa) ärgern“!   Darum wirft dein Kind Dinge:   Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit  

Schuldgefühle trennen die Verbindung zu unserem Kind

Schuldgefühle trennen die Verbindung zu unserem Kind

Ich mag euch ein Erlebnis erzählen, welches mir heute noch Tränen in die Augen treibt: Ein Ausraster mit Folgen Gerade will ich meine Zähne putzen, da höre einen lauten Knall, der aus dem Wohnzimmer kommt. Jetzt stehe ich wie angewurzelt in der Türe. Am Wohnzimmerboden glitzern tausend kleine Glasscherben, auf ihnen liegen weiße Pünktchen, das Wasser bildet kleine Wasserlachen, eine kopflose Ballett-Tänzerin liegt vor meinen Füßen. Ich spüre, wie mein Gesicht heiß wird. Mein Atem wird schneller. Meine Augen sind weit aufgerissen, meine Fäuste ballen sich. Der Schmerz in meiner Herzgegend verformt sich zu einem gnadenlosen Wutdrachen. Ohne nachzudenken brülle ich: „Kannst du nicht aufpassen? Du Blödmann, hast meine Schneekugel zerstört!“

Bedienst du noch

Bedienst du noch, oder lebst du schon?

Es geht heute um Kinder ab ca. 2,5 Jahren. Jüngere Kinder fühlen sich mit uns zu einer Einheit verbunden. Sie können entwicklungsbedingt die Bedürfnisaufschiebung nur begrenzt bewerkstelligen. Das könnten Anzeichen sein, dass etwas auf der Beziehungsebene (zum Kind) falsch läuft:   Du willst/kannst nicht gut „NEIN“ zu deinem Kind sagen, obwohl du es fühlst. Du erwischst dich oft, wie du dich nur halbherzig mit deinem Kind beschäftigst. Du empfindest dein Kind oft eher als Belastung, als Bereicherung. Dich ereilt öfters der Gedanke, dass du einfach abhauen willst. 😉 Du bist erleichtert, wenn dein Kind im Kindergarten, Schule, oder bei Freunden ist. Ja, solche Gedanken tun so weh!

Wenn du nicht brav bist bringt dir das Christkind nichts

Wenn du nicht brav bist, bringt dir das Christkind nichts!

„Wenn du dein Zimmer nicht aufräumst, bringt dir das Christkind keine Geschenke!“   Was?!? Das Christkind ist in Wirklichkeit ein berechnendes Biest und noch dazu eine raffinierte Erpresserin? Ist das der Weihnachtsgedanke? Ich sehe das Christkind schon vor mir, wie es von Fenster zu Fenster fliegt und mit gehässiger Stimme ruft: „Sei gefälligst so wie deine Eltern dich haben wollen, sonst kannst du deine Geschenke knicken, he he he!   Mal ehrlich, dem Christkind ist es egal, ob im Zimmer Chaos herrscht, oder nicht.

Konflikte schaffen Nähe

Konfrontationen schaffen Nähe – Morgendliches Trödeln und andere sinnvolle Strategien unserer Kinder

Konfrontationen leben   Wir gehen oft Konfrontationen mit unseren Kindern aus dem Weg. Weil es uns meist unangenehm ist, wenn keine Harmonie zwischen uns herrscht. Wir versuchen die Konfrontation mit raffinierten Tricks zu umgehen, oder sagen ein widerwilliges „Ja“. Doch so sind wir für unser Kind nicht greifbar. Unsere Bedürfnisse und Wünsche bleiben dem Kind verborgen, wir sind sozusagen unsichtbar für unser Kind. Wenn wir nicht authentisch sind, kann keine Beziehung zu unserem Kind entstehen. Das gilt übrigens auch für Paarbeziehungen! Konfrontation bedeutet Nähe   Konfrontation bedeutet nicht, dass wir uns lauthals anschreien. Sondern lediglich, dass mein Kind etwas anderes will als ich. Und jeder von uns spricht es laut aus. Ich überlege mir also was ich will und spreche es freundlich aus. Keine Tricks, kein doppelter Boden, nur die pure Wahrheit   Für unsere Beziehung zum Kind ist es in keinster Weise förderlich, wenn wir jetzt ein Ablenkungsmanöver starten. „Wenn du jetzt brav bist, kauf ich dir ein Eis!“, „Wenn du jetzt deine Zähne putzt, lese ich dir nachher eine Geschichte vor!“, „Wenn du …

Machen Bauchgefühle satt?

Rezension „Machen Bauchgefühle satt?“

Unsere Gefühle begleiten uns den ganzen Tag, sie kommen und gehen meist, wie es ihnen passt.   Die Gefühle unserer Kinder sind noch intensiver, als die von uns Erwachsenen. Sie schweben auf Wolke sieben, wenn die Freude ihren Körper erfüllt. Ihr Körper bebt vor lauter Ärger, wenn die Wut sie überschwemmt. Sie verlieren sich in ihrer Furcht, wenn die Angst sie überfällt.   Heute stelle ich euch ein Buch, zum Fühlosophieren mit euren Kindern, vor:   Machen Bauchgefühle satt?

Der Kleine Milchvampir

Der kleine Milchvampir – Die wunderbare Autorin erzählt ihre Stillgeschichte

Sandra Schindler   (Copyright Fotografin: Ruth Frobeen) ist die Autorin des Buches „Der kleine Milchvampir“. Ich bin ganz hingerissen von diesem liebevoll gestalteten Buch. Hier habe ich eine Rezension zum Buch geschrieben! Vor einiger Zeit habe ich euch auch meine Stillgeschichte erzählt. –>Meine (Ab)Stillgeschichte Ich habe Sandra gebeten uns auch an ihrer Stillgeschichte teilhaben zu lassen. (Sie hat mir ihre Geschichte kurz vor der Veröffentlichung ihres Buches erzählt). Hier ist ihr Beitrag für euch:   08.09.0216 Liebe Andrea, du hast dir einen Text darüber gewünscht, wie das bei mir mit dem Abstillen war und wie ich mich von der Gesellschaft nicht habe beirren lassen. Die Wahrheit ist: Das kann ich nicht, denn ich habe mich sehr wohl beirren lassen, auch wenn ich das nie zugegeben hätte. Es waren immer wieder diese kleinen Seitenhiebe, die man versucht auszublenden, die aber doch im Unterbewusstsein Einfluss auf deine Entscheidungen nehmen.

Der kleine Milchvampir

Rezension – Der kleine Milchvampir

Heute geht´s um das Buch: Der kleine Milchvampir von Sandra Schindler Illustration: Sandra Seiffart GrünerSinn-Verlag In diesem Kinder-Buch dreht sich alles ums Stillen bzw. das Abstillen eines schon größeren Kindes.   Schon auf der Titelseite, sieht man den kleinen Milchvampir wie er leibt und lebt. Er schaut mit einem verliebten Blick seine Mama an – oder doch eher Mamas Busen? In den wunderschönen Bildern und Texten spürt man deutlich, wie ihn das Stillen magisch anzieht. Alles tritt in den Hintergrund, wenn ihn der Milchhunger überkommt.

Was unsere Kinder brauchen

Rezension – Was unsere Kinder brauchen

Heute geht es um ein ganz besonderes Buch von Katharina Saalfrank: Was unsere Kinder brauchen – 7 Werte für eine gelingende Eltern-Kind-Beziehung   Das Buch wird in folgende Kapitel eingeteilt:   0. Neue Wege im Umgang mit unseren Kindern   Wir Eltern wollen, dass es unseren Kindern gut geht. Doch im Familienleben läuft oft etwas schief, damit wollen wir vielleicht besser als bisher umgehen. Hier wird ein neuer Weg aufgezeigt – ein beziehungsorientierter Weg –  welcher für eine vertrauensvolle Atmosphäre in der Familie sorgt. Katharina (Katia) Saalfrank stellt gleich auf der ersten Seite klar, dass es nicht um die „schnelle Lösung“ geht, sondern darum, was unsere Kinder wirklich brauchen, um sich gesund entwickeln zu können. Außerdem soll uns das, im Buch vermittelte Wissen um „die innere Welt der Kinder’“ unseren Alltag um vieles erleichtern, denn so müssen wir ihre Taten nicht als einen persönlichen Angriff sehen. Weiters stellt sie fest, dass es „die eine richtige Lösung“ gar nicht gibt. Denn jedes Kind ist einzigartig, sowie auch die verschiedenen Familienkonstellationen.

Selbstwirksamkeit

Mein Kind tut mir aus heiterem Himmel weh – Selbstwirksamkeit

Heute beschäftige ich mich mit den ungeliebten, schmerzlichen Überraschungsangriffen unserer Kleinkinder. Diesmal schließe ich wütende Kinder aus, ich habe dieses Thema schon in anderen Beiträgen ausgeführt. Es gibt Tage, an denen wir ohne Vorwarnung eine Ohrfeige von unserem Kind kassieren, oder auch einen Tritt vors Schienbein. Wir fallen dann aus allen Wolken, denn kurz davor war noch alles eitel Sonnenschein. Wie aus dem nichts, kriegen wir die feinsten Schmerzen, frei Haus geliefert. Was ist nur los mit unserem Kind? Will mir mein Kind weh tun?   Nein, denn ein Kleinkind kann noch keine richtige Empathie empfinden. Es lebt in der Vorstellung, dass wenn es selbst keinen Schmerz empfindet auch kein anderer diesen verspürt. Die dazu benötigten Gehirnbahnen, entwickeln sich erst mit der Zeit.

Kind hört nicht

Dies könnten die Gründe sein, warum dir dein Kind nicht mehr zuhört.

Drei mögliche Gründe warum unser Kind nicht hört: 1. Gefühl von Wertlosigkeit   Es gibt Zeiten, in denen wir das Gefühl haben, für die anderen von weniger (oder gar keinem) Wert zu sein. Oft können, oder wollen, wir dies nicht in Worte forte fassen. Statt dessen attackieren wir unsere Lieben, mit Worten wie: „Ich bin hier ja nur noch die Putzfrau!“ „Nie hörst du mir zu, wenn ich auch mal etwas von dir möchte!“ „Du verstehst überhaupt nichts!“ Wenn wir uns als Eltern wertlos für andere Familienmitglieder fühlen, liegt oft es daran, dass das was wir tun, tatsächlich nicht besonders wertvoll ist. Weder für uns noch für die anderen. Ob wir es nun als „Erziehung“, „Rücksichtnahme“ oder „Liebe“ bezeichnen. Einzig und alleine zählt die Wirkung unserer Tat in der Familie.

Kitzelattacken

Kitzelattacken sind eine Qual für unsere Kinder!

WICHTIG: Das ist meine Definition von „Kitzelattacke“ Man hält das Kind fest und kitzeln es durch. Das Kind kann sich nicht befreien. Es wird weiter gemacht obwohl man merkt, dass das Kind weg will. Es geht in diesem Beitrag also um ÜBERGRIFFIGES Kitzen. Nicht um sanftes, achtsames Kitzeln, dagegen gibt es natürlich nichts einzuwenden. Ein solches übergriffiges Kitzeln ist nämlich gar NICHT lustig!   Ich lese auf Facebook oft „Dann kitzle ich mein Kind ordentlich durch!“. In diesem Beitrag mag ich erzählen, warum ich mein Kind niemals durchkitzle bzw. was das ÜBERGRIFFIGE Kitzeln mit unseren Kindern macht. Die gnadenlose „Kitzelmaschine“   Als ich ein Kind war, liebte ich die Besuche meines Onkels. Wir erlebten zusammen die aufregendsten Abenteuer im Urwald, am Mond oder in der Wüste. Seine Fantasie war nahezu grenzenlos. Doch wenn er zur „Kitzelmaschine“ wurde, fühlte ich mich mit einem Schlag wie gelähmt. Er riss dann seine Augen weit auf und machte ein witziges Motorengeräusch. Dabei ging er ein paar Schritte wie in Zeitlupe, um sich dann plötzlich mit lautem Geschrei auf mich …

Abstillen in 4 Phasen

Abstillen in 4 Phasen

Muttermilch – Der Zaubertrank   Die Nähr- und Inhaltsstoffe in der Muttermilch passen sich der Entwicklung unserer Kinder in jeder Phase an. Muttermilch schützt vor Infektionen und Krankheiten. Darüber hinaus wirkt das Saugen beruhigend auf das Kind – meist auch auf die Mama. Durch das Stillen wird das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet, welches den Blutdruck vermindert und uns entspannter macht. Dieses Hormon bewirkt auch, dass wir uns stärker an unser Kind binden. Zudem decken unsere Kinder (im 2. Jahr) aus der Muttermilch ihren Eiweißbedarf zu 38%; Vitamin A zu 100 %, Vitamin C zu 95 %, Niacin zu 41 %, Riboflavin zu 21 %, Folsäure zu 26 %, Kalium zu 44 %, Eisen zu 50 %. Abstillen   Das biologische Abstillalter liegt, laut verschiedenen Berechnungen der amerikanischen Anthropologin Katherine Dettwyler, bei mindestens 2,3 Jahren bis maximal 7 Jahren. Gesunde Kinder behalten ihren Sauginstinkt bis zum Alter von 4 – 7 Jahren. Was wir als Langzeitstillen betrachten, ist in vielen Kulturen die Norm und entspricht dem, was Kinder aus biologischer Sicht „erwarten“. All diese Informationen lassen die Aussage „WAS, du stillst …

14 Wege die das Selbstwertgefühl meines Kindes stärken

14 Wege die das Selbstwertgefühl meines Kindes stärken

Viele denken ja, dass sie das Selbstbewusstsein (des Kindes) mit Lob und Belohnungen erhöhen können. Leider ist das Gegenteil der Fall! Lob und Belohnung schwächen das Selbstbewusstsein und auch das Selbstwertgefühl von Kindern beträchtlich.

Miteinander statt gegeneinander

Gefühle annehmen – Für uns, anstatt gegen unser Kind sprechen

Miteinander statt gegeneinander! Warum arbeiten wir sooft gegen unser Kind, statt mit ihm?   Wir denken oft, dass unser Kind immer glücklich sein soll. Kann ein Mensch denn immer nur glücklich sein? Wäre es nicht besser, wenn wir unseren Kindern helfen, mit ihren unangenehmen Gefühlen umzugehen? Wenn wir unsere Energie nicht darauf verschwenden, unser Kind von seinem Leid abzulenken, dann könnten wir das unangenehme Gefühl des Kindes besser annehmen und es gemeinsam mit ihm durchstehen. So lernt das Kind, dass alle unangenehmen Gefühle ein Ende haben und dass sie es unbeschadet überstehen können. In unseren Gedanken erscheint uns unser Kind oft als siebenäugiges Monster, dessen einziges Ziel es ist, uns zu verletzten und uns das Leben zur Hölle zu machen. 😉

Echte Schätze

Rezension „Echte Schätze – DIE STARKE-SACHEN-KISTE FÜR KINDER“

Wie kann ich mein Kind vor Missbrauch und Mobbing, so gut wie möglich schützen? Wie kann ich meinem Kind helfen, seine Grenzen zu wahren?   Ganz klar: Ich respektiere das NEIN meines Kindes. Ich gebe ihm das Gefühl, dass es mir alles sagen kann (weil es weiß, dass ich es nicht bestrafe, oder beschimpfe). Ich achte auf einen respektvollen Umgang mit meinem Kind. (Ich wahre die Grenzen meines Kindes.) Ich zwinge es niemals etwas zu tun, was es nicht will. (Zum Beispiel Küsschen geben.) usw. Zusätzlich kann aber auch ein Kinderbuch helfen, welches das Selbstwertgefühl von Kindern stärkt, Mut macht und Lösungen für unangenehme Situationen bereit stellt. Deshalb möchte ich euch heute das Buch “ Echte Schätze “ ans Herz legen. Ich habe den Verlag um ein Rezensionsexemplar gebeten. Ich weise darauf hin, dass ich vom Verlag keinerlei Geld bekomme, dies ist eine persönliche Empfehlung von mir.

So kriegst du deine Wut in Griff

Stell dir folgende Situation vor:   Neugierig kommst du ins Wohnzimmer gelaufen. Dein Kind hat nach dir gerufen, es steht direkt vor eurer geliebten Couch. Dein Wonneproppen singt fröhlich vor sich hin und wippt dabei lustig mit seinem Po. Gerade, als du entzückt ins Lied mit einstimmen willst, siehst du den Stift in seiner Hand. OH MEIN GOTT, NEIIIIIIIN !!!   Auf der Couch sind hunderte schwarze Filzstiftstriche und mit jeder Sekunde werden es mehr. Dein Kind hat dich jetzt bemerkt, es sieht dich an und erstarrt vor lauter Schreck. Deine Mimik gleicht nämlich inzwischen der, eines Monsters aus der tiefsten Unterwelt.

The Work im Umgang mit Kindern

Dein Kind ist für keines, deiner Gefühle verantwortlich – „The Work“ im Umgang mit Kindern

The Work im Umgang mit Kindern   „Ich bin wütend, weil mein Kind nicht einschläft!“ „Ich bin traurig, weil mein Kind mich immer haut!“ „Ich halte es nicht aus, wenn sich mein Kind nicht bald ändert!“ „Ich brauche von meinem Kind, dass es alleine spielt!“ „Ich bin verärgert, weil mir mein Kind nicht zuhört!“   Kein einziger dieser Gedanken, wird mehr für dich wahr sein, wenn du dich auf The Work im Umgang mit Kindern, einlässt. Neugierig? Ich erzähle dir mehr darüber! Was ist „The Work“?   Es ist ein Weg, jene Gedanken zu identifizieren und zu hinterfragen, die unser Leiden verursachen. Mithilfe von „The Work“ beginnen wir, die Realität, unsere Mitmenschen und uns selbst mit anderen Augen zu sehen und ausgeblendete Erfahrungsanteile wiederzuentdecken. Byron Katie hat diesen einfachen, aber sehr wirksamen Prozess entwickelt. Sie fand heraus, dass wir Freude und eine große Freiheit erfahren, wenn wir der Wirklichkeit so begegnen, wie sie eben ist. Byron Katie hat nicht die Antworten, aber etwas Besseres … die Fragen! Ihre Einsichten in den menschlichen Geist stimmen überein …

Spiele für Kindergartenkinder

Spiele für Kindergartenkinder – Das spielt mein Sohn gerne alleine

  Ich werde oft von euch gefragt, was mein Herzensglückskind gerne spielt. Sein derzeitiges Lieblingsspiel ist ein tiptoi-Spiel. Heute möchte ich darüber berichten. Ich weise darauf hin, dass ich vom Spielehersteller keinerlei Geld bekomme, dies ist eine persönliche Empfehlung von mir. Unser liebstes Ausflugsziel ist eindeutig der Zoo. Mein Herzensglückskind liebt Tiere, er will wissen welche Spuren sie hinterlassen, er will wissen welchen Tierlaut sie von sich geben, er will wissen welches Tier am schnellsten läuft, er will wissen welches Tier das allerschwerste ist, er will wissen welche Tiere Fleisch fressen, er will wissen welche Tiere Eier legen, … Kurzum: ER WILL ALLES WISSEN! 🙂

Angsteinflößende, enttäuschende oder traurige Erlebnisse

Hilf deinem Kind emotionale Erlebnisse zu verarbeiten

Erlebnisse mit starken Gefühlen verarbeiten (Das kindliche Gehirn)   In meinem letzten Beitrag ging es unter anderem um die Vernetzung der rechten mit der linken Gehirnhälfte. Hier ist der Beitrag zum Nachlesen: Was geht wirklich in unseren Kleinkindern vor? In diesem Beitrag will ich euch noch mehr über das kindliche Gehirn und Möglichkeiten unseren Kindern zu begegnen, berichten. Benennen, um es zu zähmen – starke Gefühle beruhigen   Unser Kind stürzt mit seinem Fahrrad, es verliert sein geliebtes Haustier, das Kind erlebt einen Autounfall mit, es geht im Kaufhaus verloren, ein anderes Kind verletzt es, ein Hund schnappt nach ihm … Wenn unsere Kinder schmerzhafte, enttäuschende oder angstauslösende Momente erleben, werden sie meist davon überwältigt. Die rechte Hirnhälfte überschwemmt das Kind mit großen Emotionen und Körperempfindungen, es bleibt förmlich in seinen Gefühlen hängen. Wir Eltern können jetzt der Fels in der Brandung sein, indem wir unserem Kind helfen seine logische, linke Gehirnhälfte zu integrieren, um seine Gefühle zu ordnen. Eine für das Kind sehr heilende Wirkung, hat das gemeinsame Erzählen der angstauslösenden oder schmerzvollen Erfahrung.

Das kindliche Gehirn

Was geht wirklich in unseren Kleinkindern vor? – Das kindliche Gehirn

  „Ich zähle die Minuten, bis mein Kind endlich im Bett ist!“   Hand aufs Herz, denkt ihr euch das an manchen Tagen auch ? Unser Kind schüttet zum hundertsten Mal das Glas um, die endlosen Wiederholungen von „Er hat angefangen!“, unsere Kinder verwüsten die Wohnung wieder einmal, die zerbrochene Banane ruft bei unserem Kind einen Wutanfall nach dem anderen hervor … An solchen Tagen wollen wir einfach nur „überleben“ und den Tag überstehen. Doch nachts, wenn wir im Bett liegen, wird uns klar, dass wir mehr wollen, als nur zu „überleben“. Wir wollen unsere Kinder ins Leben begleiten, sodass sie sich entfalten können. Wir wollen, dass sie tiefere Beziehungen eingehen können. Wir wollen, dass sie im späteren Leben empathisch und verantwortungsbewusst sind. Wir wollen, dass unsere Kinder ein gesundes Selbstwertgefühl, sowie ein gutes Selbstvertrauen entwickeln. Wir wollen, dass sich unsere Kinder später mit ihren Problemen auseinandersetzten und dadurch wachsen. Abgesehen davon wollen wir eine tiefe Verbindung zu unserem Kind, also eine Vertrauensbeziehung. In vielen Situationen entfallen mir, und sicher auch vielen anderen Eltern, meine …

Achtsame Kommunikation mit Kindern

Wie willst DU behandelt werden? – Achtsame Kommunikationen mit Kindern

Achtsame Kommunikation mit Kindern   Dieser Spruch hat mich inspiriert diesen Blogbeitrag zu schreiben: Mit so vielen von uns ausgesprochenen Sätzen, behandeln wir unsere Kinder ganz und gar nicht wie Menschen: Bestrafungen und Belohnungen   „Wenn du jetzt nicht sofort aufhörst deine Schwester zu hauen, musst du in dein Zimmer gehen!“ Wollen wir, dass unser Kind seine kleine Schwester nicht haut, weil es seine Schwester doch eigentlich liebt und sie nicht verletzten will, oder weil es dem Zimmerarrest entgehen will? „Wenn du jetzt aufräumst, kriegst du ein Eis!“ Wollen wir, dass unser Kind aufräumt, weil es die Ordnung schätzt, oder weil es ein Eis will? „Wenn ihr nicht sofort aufhört zu streiten, darf keiner von euch mit dem Auto spielen!“

Da bist du ja!

Rezension „Da bist du ja!“

Heute rezensiere ich ein besonderes Kinderbuch für euch, es heißt Da bist du ja! Die Liebe, der Anfang – allüberall Autor Lorenz Pauli, Illustration Kathrin Schärer Orell Füssli Verlag AG – 2. Auflage 2015   Das wunderbare Thema dieses Buches ist die bedingungslose Liebe zu unseren Kindern. Es ist eine richtige Liebeserklärung, der Text könnte fast der, eines Liebesliedes sein. Die beiden Hauptdarsteller des Buches sind zwei außergewöhnliche Wesen. Sie schweben anfangs im Weltall und philosophieren über den Beginn ihrer Liebe. Es scheint so, als würden Zeit und Raum in diesem Buch keine Rolle spielen. Genau so fühlt es sich doch auch an, wenn wir diese bedingungslose Liebe in uns spüren.

Bindungsspiele

Spiel mit mir! – Bindungsspiele können bei Ängsten, Wut, Konflikten und bei Anspannung helfen!

Bindungsspiele (Aletha J. Solter beschreibt die folgenden Bindungsspiele in ihrem Buch „Spielen schafft Nähe – Nähe löst Konflikte“) Diese sind von Geburt bis ca. zum zwölften Lebensjahr spielbar. Wenn Kinder einen anstrengenden Tag hatten, sagen sie nicht:  „Puh, ich hatte heute einen echt harten Tag. Lass uns darüber reden!“ Statt dessen sagen sie  „Spiel mit mir!“. Mithilfe von Bindungsspielen, können Kinder Ängste und Anspannungen lösen, sie helfen ihnen belastende Erlebnisse zu verarbeiten sie stillen ihr Bedürfnisse nach Bindung und stärken das Gefühl geliebt zu werden.   Wir spielen intuitiv mit unserem Baby „Guck-Guck“, ahmen seine Lautsprache nach, oder pusten in seinen Bauchnabel. Diese täglichen Interaktionen tragen dazu bei, dass unser Kind Selbstbewusstsein, Vertrauen, sowie ein Gefühl der Sicherheit und Lebensfreude entwickelt. Wenn wir dabei einfühlsam und dem Kind zugewandt sind, lernen sie, mit uns zu kommunizieren und eine stabile Beziehung zu uns aufzubauen. Wenn wir auch mit unseren Kleinkindern (auf ihr Alter angepasste) Bindungsspiele praktizieren, werden wir sehen wie fruchtbar und bereichernd diese sind. Wenn wir genau darauf achten, inszeniert unser Kind die sogenannten Bindungsspiele tagtäglich. Mein …

Kinder sind weder gut noch böse!

Welches Menschenbild haben wir? Menschenbild 1 Wir müssen unsere Kinder formen, weil sie im tiefsten Inneren „böse“ sind. Wir müssen erziehen und sie so auf den rechten Weg bringen. Wir müssen unerwünschtes Verhalten sofort bestrafen. Denn ansonsten wird das Kind, das Böse in ihm entfalten. Wir kritisieren das Kind am besten immer, wenn es was falsch macht, denn sonst wird nichts aus ihm. Kinder sind egoistische Wesen, die sich ohne unsere Maßnahmen niemals in Menschen einfühlen können. Sie verletzten andere Kinder, weil es ihnen Spaß macht. Sie bemalen unsere Wände, weil sie uns verletzen wollen. Wir müssen jene Verhaltensweisen immer sofort bestrafen. Wir brauchen nicht nach dem Grund forschen, denn sind die Kinder im inneren unfertig und egoistisch. Wir müssen unsere Kinder belohnen und bestrafen, denn nur so kann es lernen ein guter Mensch zu werden. Wie wir aus Versuchen mit Mäusen wissen, laufen die Mäuse irgendwann durch das erwünschte Zieltor, wenn man sie nur lange genug mit Stromstößen bestraft und mit Futter belohnt.

Herzensglückskind

Schön, dass du da bist! ♥

In meinem Blog möchte ich über meine Erfahrungen rund um das Thema “Beziehung statt Erziehung” berichten. Hier will ich über Haltungen von großartigen Menschen (z.B Jesper Juul, Naomi Aldort, usw.), Ideen (die mein Leben bereichert haben), Kommunikation, Entwicklungspsychologie, sowie meinen Erfahrungen schreiben. Ich versuche jene Themen so klar wie möglich zu erfassen. Ich wünsche mir innigst einen Paradigmenwechsel in der Haltung zu unseren Kindern. Weg von der “Subjekt-Objekt Beziehung” hin zu einer “Subjekt-Subjekt Beziehung” zu unseren Kindern. Andrea

Mein Kind haut mich

Es ist O.K. wenn mich mein Kind haut!

Mein Titel ist ganz schön provokativ, nicht? 🙂 Mein Titel soll bedeuten, dass ich das Hauen nicht persönlich nehme und es als einen Entwicklungsschritt meines Sohnes betrachte. Ich lasse mich nicht von ihm schlagen, sondern schützte mich. Mein Kind haut mich Früher habe ich es sehr persönlich genommen, wenn mich mein Herzensglückskind in seiner Wut gehauen hat. Ich war zutiefst verletzt und hab meine ganze Energie darauf verwendet, um ihm klar zu machen, dass er mich nicht schlagen soll. Es gibt viele Möglichkeiten warum Kinder hauen, hier im wunderbaren Blog „Die Physik von Beziehungen“ könnt ihr einige nachlesen. https://diephysikvonbeziehungen.wordpress.com/2016/04/30/6-gruende-warum-kleine-kinder-hauen/ Hauen innerhalb eines Wutausbruchs Was hat mich dahin geführt, dass ich sein Hauen nun O.K. finde und ich sogar Verständnis dafür aufbringe? Ich habe mich erst mal mit Sozialpsychologie und Entwicklungspsychologie beschäftigt. Ich möchte euch hier einige Fakten näher bringen, wie unsere Kleinkinder denken: Ich hasse Mama – Ich liebe Mama Erst ab dem 10. Lebensjahr können Kinder zwei gegensätzliche Gefühle, in einer Situation gleichzeitig haben. (Harter und Buddin, 1987) Also die Wut auf mich, weil …

Gastbeitrag von Jenni zum Thema „Selbstreflexion“

  Heute darf ich euch einen GASTBEITRAG der wunderbaren Jenni präsentieren, ich wünsche euch viel Freude beim Lesen! Vielen lieben Dank, Jenni <3   Die liebe Andrea fragte mich heute, ob ich nicht Lust hätte einen Gastbeitrag für ihren Blog zu schreiben. Ich war überwältigt von dieser Bitte und brauchte gar nicht lange darüber nachzudenken und sagte sofort „JA“. Es gibt den einzig richtigen Weg nicht! Mir ist ganz oft in verschiedenen Gruppen bei Facebook aufgefallen, dass dort sehr vehement um Lösungsantworten für bestimmte Situationen gebeten wird. Gerade in Situationen, wo sich das Kind in der Autonomiephase befindet und deshalb niemand wirklich weiter weiß. Jeder der mich kennt weiß, dass ich nicht der Typ Mensch bin, der sofort sagt „mach das, oder das, dann hast du die Lösung.“ Ihr fragt euch sicher warum ich dies nicht tue? Wie ich finde, sogar zurecht 😉 Ich persönlich empfinde es so: Es gibt nicht immer direkt E I N E Lösung, sondern so viele verschiedene Ansätze um eine persönliche Lösung zu finden. Jede Situation ist eine völlig andere, …

Schlaf gut, Baby!

Rezension „Schlaf gut, Baby!“

Meine Lieben, heute steht eine Rezension vom Buch “ Schlaf gut, Baby “ am Programm! „Schlaf gut, Baby! Der sanfte Weg zu ruhigen Nächten“ von Nora Imlau (Journalistin, Fachautorin, Stillberaterin und Mama von zwei Töchtern) und Dr. med. Herbert Renz-Polster (Kinderarzt, Wissenschaftler und Papa von 4 Kindern) 2016, Gräfe und Unzer Verlag, München   Wir können alle ein Lied davon singen: Der Schlaf des Babys (des Kindes) lässt sich nicht erzwingen und auch nicht wirklich planen. Der Weg führt vielmehr durch ein magisches Tor mit dem Namen: ENTSPANNUNG Jene Entspannung stellt sich aber nur ein, wenn sich das Baby/Kind sicher und geborgen fühlt. In diesem Buch “ Schlaf gut, Baby! “ werden viele einfühlsame Möglichkeiten beschrieben, um unser Kind durch das magische Tor zu begleiten. Außerdem wird mit vielen unbegründeten Ängsten und Mythen, rund um den Kinderschlaf von 0 bis 6 Jahren, sehr gründlich aufgeräumt. Warum weint mein Baby, wenn es alleine einschlafen soll?

Du erntest was du säst

Du erntest, was du säst!

Respektvoller Umgang mit Kindern In der Vergangenheit bekam ich viel Kritik, dass ich meinen Sohn doch zu viel verwöhne und dass er mir ja auf dem Kopf herumtanzt.   Wenn ich gerade Zeit habe, bringe ich meinem Herzensglückskind zum Beispiel sein gewünschtes Schleich-Tier aus dem Bad, obwohl er es auch selbst holen könnte. Ich sage zu ihm ein ernst gemeintes „Danke“ wenn er mir im Haushalt hilft. Niemals verlange ich, dass er „Danke“ sagen MUSS, zu keinem. Wenn er vom Spielplatz nicht gleich heim gehen mag, warte ich noch ein bisschen bis er fertig gespielt hat.

Konflikte lösen

Konflikte lösen mit nur 3 Zutaten

  Die Zauberworte sind:  Schweigen, Warten und Vertrauen 1. Schweigen Ich bemühe mich aufzuhören, meinen Sohn zu etwas zu überreden, ihn anzujammern, ihn anzumeckern, auf ihn einzureden, oder von ihm Dinge SOFORT zu wollen. Stell dir vor, die Verkäuferin an der Kasse sagt: „Geben Sie mir SOFORT 29,00 Euro, zack, zack!“ Spürst du deinen Widerstand? Fühlst du dich wertgeschätzt? Unsere Kinder erleben das auch, wenn wir sagen „Zieh dir sofort die Jacke an!“ oder „Komm jetzt sofort mit nach Hause!“. „Wenn Kinder keine Möglichkeit haben, nein zu sagen, können sie nicht ja sagen. Dann können sie höchstens jawohl sagen. Aber sie wissen: So bin ich ja nichts, so bin ich nur ein Soldat.“ Jesper Juul Also sage meinem Sohn freundlich, was ich persönlich gerne hätte und schweige.

Imago mit Kindern „Familienspiegeln“ (Teil 2)

Im ersten Teil habe ich über den Imago-Dialog mit Kindern berichtet: Der Imago-Dialog mit Kindern Was ist Imago-Spiegeln? Dein Gegenüber spricht, du hörst aufmerksam zu und wiederholst was du gehört hast, ohne deine eigene Meinungen zu ergänzen, ohne Vorurteile zu haben, ohne zu wissen wie es sein sollte. Nichts weglassen, nichts hinzufügen.   Heute darf ich euch ein Interview mit Florian Bösel präsentieren. Er ist Coach und unterstützt Familien beim Familienspiegeln.